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DIY mit Stoffresten: Textile Wandbilder selber machen

  • Vera Schönenberger
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Was tun mit Stoffresten? Aus kleinen Stoffstücken und Verpackungsresten wie Styropor lassen sich wunderschöne textile Wandbilder selber machen. Eine einfache Upcycling-Idee, inspiriert von der japanischen Kunstform Kinusaiga, ganz ohne Nähen.

Stoffreste sind viel zu schade zum Wegwerfen. Und auch aus Verpackungsrückständen wie Styropor lässt sich mit etwas Kreativität noch etwas Schönes machen. Bei diesem Upcycling-DIY verbinden wir gleich beides und gestalten daraus dekorative Bilder für die Wand.

Inspiriert ist die Idee von der japanischen Kunstform Kinusaiga.

Was ist Kinusaiga?

Kinusaiga ist eine japanische Textilkunst, bei der verschiedene Stoffstücke ohne Nähen zu Bildern und Mustern zusammengesetzt werden. Dafür werden die Stoffe in feine Rillen einer Unterlage gedrückt und so befestigt.

Die Technik eignet sich gut, um Stoffreste zu verwerten, die für grössere Nähprojekte zu klein sind und sonst ziemlich sicher im Abfall landen würden.

Stoffreste verwerten und daraus Wandbilder gestalten

Ob verspielt und bunt, geometrisch und modern oder schlicht und minimalistisch: Bei der Gestaltung der textilen Wandbilder könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen.

Ihr könnt verschiedene Farben, Muster und Stoffarten miteinander kombinieren und so ganz unterschiedliche Bilder gestalten. Besonders schön ist, dass dafür bereits kleine Stoffstücke ausreichen, perfekt also, wenn ihr nach einer DIY-Idee für Stoffreste sucht.

Wichtig ist lediglich, dass ihr einen etwas tieferen Bilderrahmen auswählt, in dem die Styroporplatte genügend Platz hat.

Alles, was ihr für dieses DIY mit Stoffresten benötigt, sowie unsere Tipps und Tricks findet ihr in der folgenden Materialliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  • Stoffresten in verschiedenen Farben und Mustern
  • Stoffschere
  • Styroporplatte (unsere ist 2 cm dick)
  • Bilderrahmen (mind. 2 cm tief bzw. entsprechend der Dicke euerer Styroporplatte; unsere Rahmen sind im Format A5 und A6)
  • weisses Papier
  • Schneidematte
  • Cutter
  • Lineal
  • Druckbleistift
  • Marker 
  • Malerband

Optional:

  • Küchenmesser

Wenn euch noch etwas fehlt, könnt ihr es auch ganz easy online nach Hause bestellen.

1. Vorlage erstellen

Den Bilderrahmen auf das weisse Papier auflegen und das Innenformat mit dem Bleistift nachzeichnen. Die Vorlage anschliessend mit dem Cutter ausschneiden.

Diese Vorlage dient später als Grundlage für euer Design und hilft euch dabei, die Grösse des Motivs genau an den Bilderrahmen anzupassen. 

Sicherheitshinweis: Arbeitet beim Schneiden immer auf einer Schneidematte und führt den Cutter vorsichtig vom Körper weg. Besonders beim Zuschneiden der Styroporplatte ist Vorsicht geboten: lieber langsam und mit wenig Druck arbeiten.

2. Styroporplatte vorbereiten

Die Papiervorlage auf die Styroporplatte legen und die benötigte Grösse mit einem Marker nachzeichnen. Anschliessend die Styroporplatte mit dem Cutter vorsichtig auf der Schneidematte auf das richtige Format zuschneiden. 

Danach sämtliche Kanten sowie die komplette Oberfläche der Styroporplatte mit Malerband abkleben. Das sorgt dafür, dass die Styroporkügelchen beim Einschneiden weniger bröseln und die Platte etwas stabiler wird. 

3. Design entwerfen

Auf die ausgeschnittene Papiervorlage euer gewünschtes Design mit dem Bleistift aufzeichnen. Hier könnt ihr euch kreativ austoben: geometrische Formen, Blumen, abstrakte Muster oder einfache Landschaften. Was euch gefällt! 

Wichtig: Rechteckige und eher einfache Formen lassen sich später leichter mit Stoff umsetzen als runde oder sehr komplizierte Formen. Für euer erstes Kinusaiga-Projekt empfehlen wir deshalb ein eher schlichtes Motiv.

4. Rahmen und Vorlage vorbereiten

Die vorbereitete Styroporplatte in den Bilderrahmen stecken. Anschliessend die Papiervorlage darüberlegen und mit Malerband am Rahmen befestigen. So kann die Vorlage während des Einschneidens nicht verrutschen. 

Nun mit dem Cutter vorsichtig entlang der gezeichneten Linien etwa 1 cm tief in die Styroporplatte schneiden.

Tipp 1: Mit einem Lineal könnt ihr besonders bei geraden Linien sauber und präzise arbeiten. Schneidet lieber vorsichtig und kontrolliert zwischendurch die Tiefe, statt direkt zu tief zu schneiden.

Wichtig: Die ausgeschnittenen Papierstückchen solltet ihr unbedingt aufbewahren, die benötigt ihr später als Schablone für den Stoffzuschnitt.

5. Stoffe vorbereiten und anbringen

Die Papierschnipsel auf die ausgewählten Stoffreste legen. Die Stoffstücke mit der Stoffschere zuschneiden und dabei rundherum einen zusätzlichen Rand von etwa 0,5 cm stehen lassen. 

Tipp 2: Damit sich die Stoffe später leichter in die Rillen drücken lassen, könnt ihr an jeder Ecke des Stoffstücks ein kleines Dreieck von etwa 0,4 cm wegschneiden. Achtet dabei darauf, nicht zu viel Stoff zu entfernen. 

Das passende Stoffstück nun auf dem jeweiligen Bereich eueres Designs platzieren. Den zusätzlichen Rand vorsichtig mit dem Druckbleistift (ohne Mine!) in die eingeschnittenen Rillen drücken. Arbeitet euch langsam rund um das Stoffstück vor, bis es sicher fixiert ist.

Tipp 3: Je nach Design und Farbwahl lohnt es sich, die Stoffstücke zunächst probeweise auf der Styroporplatte auszulegen. So könnt ihr sehen, welche Farben und Muster am besten nebeneinander harmonieren. Nehmt euch dafür ruhig etwas Zeit, schliesslich soll euch das fertige Bild am Ende auch richtig gefallen.

Tipp 4: Falls ihr keinen Druckbleistift zur Hand habt oder euer Stoff besonders dünn und empfindlich ist, könnt ihr alternativ die Rückseite eines Küchenmessers verwenden. Damit lässt sich der Stoff ebenfalls vorsichtig in die Rillen drücken. Achtet darauf, nicht zu viel Druck auszuüben, damit der Stoff nicht beschädigt wird. 

6. Fertigstellen

Das Ganze Stück für Stück fortführen, bis sämtliche Bereiche eures Designs mit Stoff bedeckt sind. Kontrolliert zum Schluss noch einmal alle Kanten und drückt eventuell noch sichtbare Stoffränder vorsichtig in die Rillen. Am Ende ist euer Kinusaiga-Kunstwerk fertig und bereit zum Aufhängen! 

Es ist ein wunderbar meditatives Bastelprojekt, experimentiert damit fröhlich und mit allem was ihr an Farben, Mustern und Stoffresten finden könnt.


Dieser Beitrag entstand aufgrund der Partnerschaft mit Jumbo. Regelmässig kreieren wir für euch Schönes für Zuhause, für eure Gärten, Balkone und Terrassen, für Geschenke und Mitbringsel, für den Sommer, den Herbst, den Winter, den Frühling, für alle Feiertage und alles zwischendurch.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Das bedeutet, dass wir eine kleine Provision erhalten, wenn ihr via diesem Link etwas kauft. Für euch ändert sich am Preis jedoch absolut nichts.

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Vera Schönenberger
Vera Schönenberger

Vera kümmert sich um das Backoffice und entwickelt mit viel Kreativität und Liebe zum Detail die DIY-Projekte für die Webseite. Ihre Ideen bereitet sie in einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf, damit sie leicht nachgemacht werden können.

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