Direkt am Vierwaldstättersee liegt ein Hotel, bei dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Im Vitznauerhof sind es nämlich oft die kleinen Dinge, die hängen bleiben: Musik aus Steinen, gestreifte Schwimmringe, Kunst, fantastische Küche und immer wieder dieser Blick.
Der Vierwaldstättersee direkt vor der Nase des Vitznauerhofs, dahinter der Bürgenstock, die Berge, die Schiffe, das Licht. Morgens glitzert alles, am Abend wird es weich und irgendwann dunkelblau. Und wenn man nachts noch einmal aus dem Fenster schaut, leuchtet drüben am Bürgenstock der Hammetschwand Lift wie ein kleiner Strich in der Landschaft.
Ich war schon ein paar Mal hier. Und trotzdem entdecke ich jedes Mal etwas Neues.
Innovation, das Hotel kann es
Im Park läuft Musik. Sehr leise. Genau richtig. So, dass man irgendwann denkt: Woher kommt eigentlich die Musik? Also sucht man. Und findet: Steine. Oder vielmehr Musikboxen, die aussehen wie Steine und irgendwo zwischen Wiese, See und Liegestühlen völlig unauffällig vor sich hinspielen. Drüben bei mir auf Instagram @loumalou_mag im Post vom 28. August, seht ihr was ich meine. Ich liebe solche Details.
Genauso wie die, so wie mir scheint, sorgfältig kuratierte Musik im Haus. Die Süssigkeiten bei der Reception. Die hübsch gestreiften Schwimmringe, mit denen man sich auf dem See treiben lassen kann. Die SUP-Bretter zum Ausleihen. Die Hanteln im kleinen Gym, die aussehen wie kleine Designobjekte. Die gepflegte Anlage, in der trotzdem nichts steif oder überinszeniert wirkt.
Das sind Kleinigkeiten. Aber genau aus solchen Kleinigkeiten entsteht am Ende ein Gefühl für einen Ort. Eines, das sagt: Bleib noch ein bisschen.
Sommer am Vierwaldstättersee
Wir hatten grosses Wetterglück. Sonne, blauer Himmel, dieser See, der einem sowieso sofort sämtliche vernünftigen Tagespläne ausredet. Also SUP statt Programm. Schwimmring statt Agenda. Liegen, schauen, essen, lesen, nichts Weltbewegendes tun. Eine kleine Auszeit eben.
Und vielleicht liegt genau darin eine der grossen Qualitäten des Hotel Vitznauerhofs: Man muss hier nicht viel machen, damit sich ein Tag nach ziemlich viel anfühlt.
Wobei das Haus selbst erstaunlich viel macht.
125 Jahre Vitznauerhof und noch lange nicht ideenlos
2026 feiert der Vitznauerhof sein 125-jähriges Jubiläum. Man könnte sich mit 125 Jahren durchaus ein wenig zurücklehnen und auf Tradition berufen. Hier scheint man eher das Gegenteil zu tun.
Der Veranstaltungskalender liest sich stellenweise wie die Ideensammlung von Menschen, die beim Brainstorming vergessen haben, irgendwann aufzuhören: Vernissagen, Live-Podcasts, Yoga & Brunch, Kitchen Partys, Konzerte, Rosé Riviera, Fondueschiff, Weihnachtsmarkt oder eine Great-Gatsby-Party.
Das gefällt mir an diesem Haus. Es hat Geschichte, aber es verhält sich nicht historisch. Es probiert aus. Holt Menschen rein. Verbindet Essen mit Kunst, Musik mit Kulinarik und Yoga mit Brunch. Und macht aus einem Hotel immer wieder für einen Abend etwas anderes.
Die Zimmer
Ich kenne noch nicht alle, aber wenn es eines mit Seesicht ist, dann haben sie etwas gemeinsam: Eine Aussicht auf den See, die euch umhaut. Wie ein Bild. Egal bei welchem Wetter. Egal was die Sonne macht. Egal ob Sommer, Herbst, Winter oder Frühling. Ihr werdet einfach da stehen und staunen.
Das Zimmer-Innern wiederum ist eher funktional. Tisch, Bett, Stuhl. Keine besonderen Designhübschigkeiten, aber dafür ein süsses oldschool-Telefon und einen Dyson für kühle und gesäuberte Luft. Und.. habe ich die Aussicht schon erwähnt?
Fine Dining im Restaurant Sens
Am Abend ging es für uns ins Restaurant Sens, direkt am See. In diesem Sommer kochte hier Ruud Oostdijk. Und was soll ich sagen: Wir haben fantastisch gegessen. Fine Dining vom Feinsten, aber angenehm unangestrengt. Raffiniert, wunderschön angerichtet, überraschend und trotzdem so, dass das Essen die Hauptrolle behält.
Dazu der See, das Abendlicht und dieses wunderbare Gefühl, gerade wirklich nirgends anders sein zu müssen. Es gibt schlechtere Arten, einen Sommertag zu beenden.
Das Bild, das mit nach Hause kam
Im Speisesaal hängen Kunstwerke, die ich schon bei früheren Aufenthalten bewundert habe. Eines davon blieb mir so sehr im Kopf, dass ich mir später für zuhause ein Bild in einer ähnlichen Art malen liess.
Das Original hängt noch immer hier. Meines inzwischen bei mir.
Vielleicht ist das die schönste Definition eines Ortes, den man mag: Man nimmt irgendwann etwas davon mit nach Hause.
Nicht unbedingt einen Bademantel. Aber eine Idee. Eine Erinnerung. Ein Bild. Eine Melodie. Oder das ziemlich konkrete Vorhaben, bald wiederzukommen.
Denn natürlich könnte ich euch jetzt erzählen, dass das Hotel Vitznauerhof wunderschön am Vierwaldstättersee liegt. Dass man gut isst. Dass alles sehr gepflegt ist und man hier wunderbar ein paar Tage verbringen kann. Das stimmt auch alles.
Aber wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Monaten wieder an etwas anderes erinnern. An einen gestreiften Schwimmring auf blauem Wasser. An Süssigkeiten bei der Reception. An dieses schöne Essen auf dem See im Sens. An die Sicht auf den Bürgenstock gegenüber. Und an den Moment, als ich durch den Park lief und mich fragte: Spielt hier gerade ein Stein Musik? Ja. Tut er. Und irgendwie passt das ziemlich gut zu diesem eleganten, aber irgendwie auch quirligen Haus.
Gut zu wissen
- Spa: Sauna, Dampfbad, Erlebnisduschen, Ruhezonen, Wellbar und ein grosser Aussenwhirlpool mitten im Garten mit Blick Richtung See. Im Winter gibt es zudem eine Gondelsauna. Massagen und Beauty Treatments können dazugebucht werden.
- Gym: Ein kleiner Fitnessraum mit sehr schönen Technogym-Geräten für Cardio und Krafttraining. Und ja, sogar die Hanteln sind hier so stylish, dass man sie fotografieren möchte.
- SUP & See: Direkt vom Hotel aus aufs Wasser. Stand-up-Paddling gehört zum Angebot, daneben gibt es auch geführte SUP-Safaris, SUP-Pilates und SUP-Meditation.
- Wassersport: Wer etwas mehr möchte als gemütlich übers Wasser zu paddeln, kann auch Elektro- und Motorboote nutzen beziehungsweise entsprechende Erlebnisse buchen.
- Wandern & Ausflüge: Die Rigi liegt praktisch vor der Haustür. Das Hotel bietet auch private Touren und Experiences rund um Rigi, Pilatus, Bürgenstock und Vierwaldstättersee an.
- Garten & See: Ehrlicherweise kann man auch einfach gar nichts machen. Liegestuhl, Schwimmring, Buch, See. Reicht auch völlig.
- Day Spa: Das Spa kann auch ohne Übernachtung besucht werden. Beim Day Spa sind Wellnessbereich und Garten am See dabei.
- Events: Unbedingt vor dem Aufenthalt in den Eventkalender schauen. Kitchen Partys, Konzerte, Vernissagen, Live-Podcasts, kulinarische Events und andere ziemlich ungewöhnliche Ideen gehören beim Vitznauerhof irgendwie mit zum Konzept.
- Ladestation: Im Hotel gibt es die Möglichkeit Elektroautos aufzuladen.
Kost und Logis wurden offeriert. Organisiert wurde dieser Aufenthalt von Faulhaber Marketing.





























