Ein Haus, das leise beeindruckt. Und in dem selbst die kleinsten Dinge genau richtig sind.
Manchmal fährt man los und denkt: nett wirds bestimmt. Und dann steht man plötzlich mitten im Schnee und dann in einem Haus voller bunter Kunst, Holz und leiser Raffinesse und ist ein bisschen überwältigt. Das Jungbrunn ist so ein Ort. Einer, der bleibt. Einer, an dem man nochmal ganz in Ruhe zurückkehren möchte (damit meine ich ganz speziell mich, ich die vor Ort diese Zeilen schrieb, also im Grunde arbeitete und deshalb nochmal zurückkehren muss).
Das Haus: ein leises Wow in jeder Ecke
Das Hotel Jungbrunn ist kein Hotel, das sich auf den ersten Blick erschliesst. Es ist eines, das sich langsam zeigt, wie jemand, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu machen. Es ist ein wenig verwinkelt, man spaziert so durch, entdeckt immer wieder etwas Neues.
Holz trifft hier auf moderne, manchmal fast wilde Kunst. Tradition auf Mut. Und irgendwo dazwischen steht ein Schirmständer, den man eigentlich fotografieren möchte (ich tat es).
Es passiert stilistisch viel in diesen Räumen. Nicht laut, nicht aufdringlich, eher so, dass man immer wieder innehält und denkt: ach, wie schön ist das denn bitte. Ein Ort für Menschen, die Details lieben. Für alle, die gerne schauen. Innenarchitekturherzen schlagen hier ein paar Takte höher.
Mehrfach ausgezeichnet, ja, an einer Wand werden all die Erfolge prominent gefeiert. Aber vor allem: mit Geschmack gemacht. Dazu ein durchgezogenes Musikkonzept, das sich unaufgeregt durch die Räume zieht und diesem Ort noch eine zusätzliche Ebene gibt. Man hört es nicht sofort, aber man spürt es.
Die Lage: als hätte jemand Puderzucker gestreut
Das Tannheimer Tal ist schon ein sehr hübsches Stück Welt. Und es hatte ganz genau am Tag unserer Anreise, während unserer Anreise, noch einmal so richtig geschneit. RICHTIG geschneit.
So viel Schnee habe ich den ganzen Winter nicht gesehen.
Er lag an diesen Tagen, unseren Tagen, dort wie eine flauschige Decke über allem: Hügel, Büsche, Wege, sogar über die Outdoor-Möbel, die plötzlich aussahen, als hätten sie sich für den Winterschlaf zugedeckt. Als hätten sie es jetzt warm.
Himmlisch trifft es ziemlich gut. Und wenn dann manchmal noch die Sonne durchblinzelte, war es fast ein wenig magisch.
Und gleichzeitig kann man sich vorstellen, wie es hier im Frühling ist. Alles offen, alles grün, diese gleiche Weite nur ohne Schal. Aber wir hatten nun halt die Winterversion erwischt.
Die Zimmer: grosszügig, still und ein bisschen zum Bleiben gedacht
Als naja, die anderen Zimmer sah ich nicht, aber unsere Juniorsuite, die war gross. Wirklich gross. Wir hatten Zimmer 631. Ich kanns sehr empfehlen.
Viel Raum, viel Licht, ein begehbarer Schrank, eine Terrasse mit Aussicht, während unseres Aufenthaltes zwar völlig zugeschneit, im Kopf hatte ich aber trotzdem schon ein bisschen Frühling. Man möchte alles aufmachen, barfuss rausgehen, Kaffee trinken und nichts müssen.
Innen eine mattschwarze Walk-in-Dusche, schöne Materialien, alles stimmig. Und dann diese kleinen Dinge, die es sonst in Hotels nicht hat, die man fast übersieht und dann doch nicht: ein Face Cleansing Foam im Bad, eine Schale voller Bonbons, die nicht lange überlebte.
Und überhaupt, es wurde an alles gedacht. Auch im Kleinen. In der kleinen Küche liegt sogar ein Lappen bereit, um Wassertröpfchen wegzuwischen. Als hätte mein eigenes Hirn hier kurz vorbeigeschaut und gesagt: das brauchen wir noch.
Alles wirkt durchdacht, aber nicht durchinszeniert. Eher so, als hätte jemand gesagt: mach es schön, aber bitte so, dass man sich darin auch wirklich wohlfühlt. Es hat geklappt.
Essen: ein leises Fest
Das Buffet ist genau richtig. Nicht übertrieben, nicht zu viel, aber so, dass man innerlich ein bisschen auf und ab hüpft. Sei es zum Frühstück. Oder auch am Nachmittagsbuffet. Das Abendbuffet sahen wir nicht, aber ich wette, das wäre sicher auch spannend gewesen.
Man freut sich. Und bleibt vielleicht doch ein bisschen länger sitzen.
Wir assen an unseren beiden Abenden in den Restaurants. Das Grillrestaurant: ruhig, fast intim, sehr gepflegt. Schönes Licht, gute Stimmung, und diese Süsskartoffelpommes, die man eigentlich teilen wollte und dann doch nicht.
Das Wirtshaus wiederum ist das Gegenteil und gleichzeitig genauso gut: herzig, verspielt, warmes Holz, voller Details. Eine Serviette, gefaltet wie ein kleiner Anzug. Eine gehäkelte Menükarte. Dinge, die nicht nötig wären, aber alles besser machen. Und wieder: überall kleine hübsche Details.
Kulinarisch bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen bodenständig und fein, ohne jemals steif zu werden. Man isst gut. Und gerne.
Wellness: grosszügig, schön und sehr frei
Der Wellnessbereich ist grosszügig, geschmackvoll und sehr durchdacht.
Mehrere Pools, innen und aussen, mit Blick in diese weite Landschaft. Saunen in unterschiedlichen Temperaturen, Dampfbäder, Rückzugsorte, Ruheräume, in denen die Zeit ein bisschen langsamer wird. Dazu ein breites Angebot an Behandlungen: klassische Massagen, Aromaölmassagen, Gesichtsbehandlungen, Anwendungen mit alpinen Wirkstoffen, Körperrituale, alles, was man sich wünscht, wenn man beschlossen hat, heute einfach mal nichts zu leisten.
Ein grosser Teil des Spa-Bereichs ist textilfrei. Das ist nicht ganz meins, ich gebe es zu. Es sind mir zu viele nackte Menschen. Wer das mag: perfekt. Wer nicht, der oder die findet trotzdem genug schöne Ecken, in denen man sich genauso gut verlieren kann.
Aktiv sein
Rund ums Jungbrunn gibt es eigentlich alles: Im Winter: Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhwandern, Winterspaziergänge, bei denen man irgendwann vergisst, wie lange man schon unterwegs ist.
Im Frühling und Sommer: Wandern, Biken, einfach draussen sein. Diese Gegend macht es einem leicht.
Im Haus selbst: Fitness, Yoga, Tennis, ein gut ausgestattetes Gym, ein Bewegungsangebot, das man sich vornimmt und dann je nach Tagesform auch wirklich macht.
Zum Schluss, ganz leise
Das Jungbrunn ist kein Ort für schnelle Aufenthalte. Es ist einer, bei dem man merkt, dass sich jemand Gedanken gemacht hat. Über Materialien, über Licht, über Musik, über das Gefühl, das bleibt, wenn man wieder fährt.
Und draussen lag der Schnee. Als hätte jemand gesagt: mach es noch ein bisschen schöner. Obwohl es da in grün auch sehr charmant ist, da bin ich mir sicher. Das Hotel wirbt damit, es sei ein Gutzeitort, das ist es tatsächlich. So wie man sich Gutzeit eben vorstellt.
Dieser Aufenthalt erfolgte auf Einladung von faulhaber marketing und dem Hotel Jungbrunn. Kost und Logis wurden offeriert.










































