Ravioli selber machen klingt nach Nonna, Nudelmaschine und einem freien Sonntagnachmittag. Muss aber nicht sein. Das könnt ihr auch.
Ravioli lassen sich ganz unkompliziert selber machen. Vorallem mit fertig ausgewalltem Pastateig. Dazu braucht ihr nur noch eine gute Füllung, einen Topf mit Salzwasser und etwas, womit ihr die Ravioli ausstechen könnt.
Ein Raviolirad ist hübsch und praktisch. Ein Glas oder eine runde Guetzliform kann das aber genauso.
Für diese Variante habe ich die Ravioli mit Ratatouille gefüllt und mit einer Crema di Mozzarella serviert. Das schmeckt ein bisschen nach Südfrankreich, ein bisschen nach Italien und vor allem sehr gut. Und wenn ihr das Prinzip einmal verstanden habt, könnt ihr die Ravioli natürlich auch ganz anders füllen.
Ravioli selber machen: So einfach geht es
Wer Ravioli selber machen möchte, muss nicht zwingend auch den Pastateig selber machen. Fertiger Pastateig aus dem Kühlregal spart ziemlich viel Zeit und macht aus selbstgemachten Ravioli ein durchaus alltagstaugliches Gericht.
Das Prinzip ist simpel: Füllung vorbereiten, auf dem Pastateig verteilen, Teig darüberlegen beziehungsweise zusammenklappen, die Ravioli ausstechen und die Ränder gut verschliessen. Und plötzlich hat man Ravioli selber gemacht. Man darf sich ruhig ein bisschen darüber freuen.
Ravioli ohne Ravioliform oder Raviolirad selber machen
Auch Spezialzubehör braucht es nicht. Die Ravioli könnt ihr mit einem Glas, einem runden Ausstecher oder einer Guetzliform ausstechen. Anschliessend die Ränder mit einer Gabel gut zusammendrücken. Egal welche Form ihr genommen habt, es sieht hübsch aus.
Wichtig ist vor allem, dass die Füllung nicht zu feucht ist und die Ränder sauber verschlossen sind. So bleiben die Ravioli beim Kochen zu.
Unsere Füllung: Ratatouille
Für diese Ravioli kommt ein Klassiker in den Pastateig: Ratatouille. Das Gemüse wird dafür mit Zwiebeln, Olivenöl und gehackten Tomaten gekocht, bis eine aromatische, eher kompakte Ratatouille entsteht. Gerade bei einer Raviolifüllung ist wichtig, dass sie nicht zu flüssig ist.
Die Ratatouille vor dem Füllen etwas abkühlen lassen und dann portionsweise auf den Pastateig geben.
Tipp: Die Ratatouille könnt ihr auch schon am Vortag zubereiten. Dann geht das Raviolimachen am nächsten Tag noch schneller.
Welche Füllungen eignen sich für selbstgemachte Ravioli?
Hat man einmal herausgefunden, wie einfach Ravioli mit fertigem Pastateig funktionieren, kann man mit den Füllungen ziemlich frei werden.
Gut eignen sich grundsätzlich cremige oder fein gehackte Füllungen, die nicht zu viel Flüssigkeit enthalten. Zum Beispiel Ricotta mit Kräutern, Pilze, Kürbis, Spinat und Ricotta oder verschiedene Käsefüllungen.
Unsere Ratatouille-Version ist also nur der Anfang.
Wie lange müssen selbstgemachte Ravioli kochen?
Frische Ravioli brauchen nicht lange. In siedendem Salzwasser sind sie je nach Grösse und Pastateig meist nach ungefähr 2–3 Minuten gar.
Am besten nicht wild sprudelnd kochen lassen, sondern sanft ziehen lassen. So ist die Gefahr kleiner, dass sich die Ravioli öffnen.
Dazu: Crema di Mozzarella
Und dann wäre da noch diese Creme. Die Crema di Mozzarella bildet einen wunderbar milden, cremigen Gegenpart zur würzigen Ratatouillefüllung. Die Ravioli darauf anrichten und schon sieht das Ganze nach deutlich mehr Aufwand aus, als es tatsächlich war. Was ja grundsätzlich nie verkehrt ist.
Ravioli selber machen: die häufigsten Fragen, kurz und knapp
Kann man Ravioli mit fertigem Pastateig selber machen?
Ja. Fertig ausgewallter Pastateig eignet sich sehr gut für schnelle selbstgemachte Ravioli und spart das Herstellen und Ausrollen des Nudelteigs.
Brauche ich eine Ravioliform?
Nein. Ein Glas, ein runder Ausstecher oder eine Guetzliform reichen völlig aus. Die Ränder könnt ihr mit einer Gabel verschliessen.
Warum gehen Ravioli beim Kochen auf?
Häufig ist zu viel oder eine zu feuchte Füllung darin oder die Teigränder wurden nicht vollständig verschlossen.
Kann ich Ravioli vorbereiten?
Ja. Ihr könnt sowohl die Füllung vorbereiten als auch die Ravioli bereits vor dem Kochen formen und bis zur Zubereitung kühl lagern.
Welche Füllungen eignen sich für Ravioli?
Besonders gut funktionieren kompakte Füllungen mit wenig Flüssigkeit, beispielsweise Ricotta, Kürbis, Pilze, Käse oder Gemüse. Auch Ratatouille eignet sich, wenn sie ausreichend eingekocht wurde.
Ratatouille Ravioli mit Crema di Mozzarella

Ratatouille Ravioli
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Kochutensilien
- Stabmixer
Zutaten
Ratatouille-Füllung
- 2 EL Olivenöl
- 1/2 Zwiebel, fein gehackt
- 1 Knoblauchzehe, gepresst
- 1 kleine Aubergine
- 1 kleine rote Peperoni
- 1 kleine Zucchetti
- 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
- 1/2 Bund Basilikum, gehackt
- Salz und Pfeffer
- 3 EL Parmesan, gerieben
Ravioli
- 2 Packungen fertig ausgewallter Pastateig
- 1 EL Weissmehl
- wenig Wasser zum Verschliessen
- wenig Olivenöl
Crema di Mozzarella
- 250 g Mozzarella di Buffala
- ca. 1 dl Salzlake des Mozzarellas
- 1 Prise Salz
Anleitungen
- FÜLLUNG: Aubergine halbieren, die Schnittflächen mit etwas Salz bestreuen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Ausgetretene Flüssigkeit mit Küchenpapier abtupfen.Aubergine, Zucchetti und Peperoni in sehr kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin kurz andünsten. Aubergine, Zucchetti und Peperoni dazugeben und etwa 3 Minuten mitdünsten. Gehackte Tomaten hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.Basilikum unterrühren. Falls noch viel Flüssigkeit vorhanden ist, diese abgiessen beziehungsweise die Ratatouille nochmals kurz ohne Deckel einkochen lassen. Ratatouille vollständig auskühlen lassen und anschliessend den geriebenen Parmesan untermischen.
- RAVIOLI: Pastateig auf einer glatten, leicht bemehlten Arbeitsfläche ausbreiten und längs halbieren. Auf einer Teighälfte im Abstand von etwa 3 cm jeweils rund 1 TL der ausgekühlten Ratatouille-Füllung verteilen.Die Teigränder und Zwischenräume mit wenig Wasser bepinseln. Die zweite Teighälfte locker darüberlegen. Rund um die Füllung vorsichtig andrücken und dabei möglichst viel Luft herausstreichen.Ravioli mit einem Raviolirad auseinanderschneiden oder mit einer runden Ausstechform ausstechen.Kein Raviolirad? Ein Glas oder eine runde Guetzliform funktioniert genauso. Die Ränder anschliessend mit einer Gabel gut andrücken. Das sieht hübsch aus und hilft gleichzeitig beim Verschliessen.
- RAVIOLI KOCHEN: Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und anschliessend die Hitze reduzieren. Das Wasser sollte nur noch leicht sieden.Ravioli portionsweise hineingeben und etwa 2–3 Minuten gar ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausheben und mit wenig Olivenöl beträufeln.(zu stark sprudelndes Wasser vermeiden, da selbstgemachte Ravioli darin leichter aufplatzen können)
- CREMA DI MOZZARELLA: Mozzarella di Bufala zusammen mit zunächst etwas Salzlake in einen hohen Mixbecher geben.Mit dem Stabmixer pürieren, bis eine glatte, samtige Mozzarella-Crème entsteht. Nach und nach weitere Salzlake hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit wenig Salz abschmecken.Die Crema di Mozzarella auf Teller geben und die warmen Ratatouille Ravioli darauf anrichten.









