In 10 Minuten vorbereitet: Knusprige Pinsa mit cremigem Frischkäse, frisch geraffeltem Hokkaidokürbis und roten Zwiebeln.
Kann es sein, dass Kürbis ein kleines PR-Problem hat? Kaum wird es Herbst, landet er in Suppentöpfen oder in Risottos. Allenfalls noch im Ofen, in grossen Stücken, zusammen mit restlichem Gemüse. Dabei kann Kürbis auch Pizza. Oder in diesem Fall Pinsa.
Und das Schönste daran: Man muss ihn dafür weder vorkochen noch anbraten !
Ich raffle den Hokkaido einfach roh direkt auf den mit Frischkäse bestrichenen Pinsaboden. Ein paar rote Zwiebeln dazu, etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und ab in den Ofen. Nach rund 15 Minuten steht eine knusprige Kürbis-Pinsa auf dem Tisch.
Wobei ich zugeben muss, dass mich vor allem der fehlende zusätzliche Kochtopf und das danach nicht-abwaschen-müssen begeistert.
Warum ich den Kürbis für diese Pinsa raffle
Kürbis braucht normalerweise etwas Zeit, bis er weich wird. Besonders dann, wenn man ihn in grosse Stücke schneidet. Für diese Pinsa wird der Hokkaidokürbis aber einfach grob geraffelt. Die dünnen Kürbisraspel schaffen es während der kurzen Backzeit mitzugaren und bekommen an den Seiten teilweise sogar etwas Farbe.
Das spart einen ganzen Arbeitsschritt. Und es verteilt den Kürbis schön gleichmässig auf dem Pinsaboden.
Hokkaido muss man übrigens nicht schälen. Seine Schale ist essbar und wird beim Garen weich. Man sollte ihn lediglich gründlich waschen und die Kerne entfernen. Und ich nehme jeweils die Bio-Variante.
Pinsa mit Kürbis: Warum Frischkäse statt Tomatensauce?
Bei Pizza denken wir meistens zuerst an Tomatensauce. Ich habe hier Frischkäse verwendet. Der ist mild und bildet eine schöne Grundlage für den Kürbis. Die roten Zwiebeln bringen etwas Würze dazu, und wer mag, ergänzt Thymian. Ich würde.
Besonders gut finde ich zum Schluss ein paar Tropfen Honig. Kürbis und Honig verstehen sich gut. Zusammen mit dem Frischkäse bekommt die Pinsa damit eine leicht süssliche Note.
Wer lieber ganz herzhaft bleibt, lässt den Honig einfach weg.
Pinsa oder Pizza: Was ist eigentlich der Unterschied?
Pinsa stammt aus der italienischen Küche und wird häufig mit einer Mischung verschiedener Mehlsorten hergestellt. Typisch sind ein eher länglicher Boden, die Luftigkeit und eine knusprige Oberfläche. Viele fertige Pinsaböden sind bereits vorgebacken. Das macht sie praktisch für schnelle Ofengerichte. Man muss den Boden nur noch belegen und fertig backen.
Es heisst immer wieder Pinsa sei grundsätzlich leichter oder bekömmlicher als Pizza, aber ich pauschalisiere amigs ungern. Das hängt wohl auch vom jeweiligen Teig und seiner Herstellung ab.
Ich verwende hier einen fertigen Pinsaboden. Schon ausgewallt und vorgebacken. Weil ich manchmal wirklich sehr viel lieber zehn Minuten lang etwas belege, als einen halben Nachmittag auf einen Hefeteig zu warten.
Kann man Kürbis roh auf eine Pinsa geben?
Ja, sofern er fein genug geschnitten oder geraffelt ist. Grosse Kürbiswürfel würden in der kurzen Backzeit möglicherweise nicht ausreichend weich werden. Grob geraffelter Hokkaido hingegen lässt sich direkt auf dem Pinsaboden verteilen. Wichtig ist, dass ihr den Kürbis möglichst gleichmässig und nicht zu dick auftragt.
Bei 230 Grad Ober-/Unterhitze wird die Pinsa je nach Pinsaboden in ungefähr 12 bis 15 Minuten knusprig. Schaut aber bitte dennoch auf die Packungsbeilage EURES Pinsateiges.
Was passt zur Kürbis-Pinsa?
Ich mag sie mit etwas frischem Thymian und einem kleinen Spritzer Honig direkt nach dem Backen. Wer noch etwas dazu servieren möchte, nimmt einen grünen Salat. Rucola passt auch gut (passt Rucola nicht irgendwie immer?).
Und falls gerade Gäste kommen: Die Pinsa kann man auch in kleinere Stücke schneiden und als Herbst-Apéro servieren.
Kurz und Knackig: Fragen zur Pinsa mit Kürbis
Muss man den Kürbis für die Pinsa vorkochen?
Nein. Grob geraffelter Hokkaidokürbis kann direkt roh auf die Pinsa gegeben werden. Durch die dünnen Raspel gart er während der Backzeit mit und das sollte in der Regel reichen (wenn ihr dünne scheiben macht und ihn einschichtigt belegt).
Kann man Hokkaidokürbis mit Schale essen?
Ja. Die Schale ist essbar und muss für dieses Rezept nicht entfernt werden. Hokkaido ist aber ohnehin mit Schale essbar.
Welche Kürbissorte eignet sich für Kürbis-Pinsa?
Hokkaido ist besonders praktisch, weil er nicht geschält werden muss.
Kann ich statt Frischkäse Ricotta verwenden?
Ja. Ricotta eignet sich ebenfalls als milder, cremiger Belag. Je nach Konsistenz etwas stärker würzen.
Wie lange muss Pinsa im Ofen backen?
Bei 230 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 12 bis 15 Minuten. Die genaue Backzeit richtet sich nach dem verwendeten Pinsaboden und den Angaben auf der Verpackung.
Kann ich die Pinsa vorbereiten?
Den Kürbis und die Zwiebeln kann man im Voraus vorbereiten und kühl lagern. Die Pinsa selbst am besten aber erst kurz vor dem Backen belegen, damit der Boden knusprig bleibt.
Und hier noch ein paar weitere Rezeptinspirationen, die vielleicht passen könnten
- Ofenkürbis auf Whipped Feta mit Birne und Kürbiskernöl
- Gefüllter Kürbis mit Linsen
- Herbstlicher Dinkelsalat mit Feigen und Kürbis
- Kürbissuppe mit Minze und Preiselbeeren
- Kürbis-Raclette Cordon Bleu
Pina mit Kürbis
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Zutaten
- 2 Pinsa-Fertigteige
- 200 g Frischkäse
- 250 g Hokkaidokürbis (oder oranger Knirps)
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer
- Thymian
- etwas Honig (optional)
Anleitungen
- Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Pinsaböden auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Frischkäse darauf verstreichen. Kürbis mit der Schale direkt darüber grob raffeln. Zwiebel in sehr feine Streifen schneiden und darauf verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, würzen und nach Wunsch Thymian darüberstreuen.
- Rund 12–15 Minuten backen (siehe Packungsangabe). Wer mag, kann die Pinsa noch mit wenig Honig beträufeln.














