Knoblauch – fantastisch fermentiert

Fermentieren bringt nicht nur Geschmack, sondern auch Gesundheit ins Glas. Hier haben wir Knoblauch in Honig – süß, würzig und heilend zugleich.

Ihr lieben Freunde der Fermentation. Dieses Rezept ist für euch.

Für Orell Füssli darf ich im Magazin LESEN, das viermal im Jahr erscheint, die Kochbuch-Neuerscheinungen vorstellen. Diesmal habe ich das Buch FANTASTISCH FERMENTIERT von Alma Corina Blum rausgefischt. Übersichtlich und fundiert ist es, es reicht von den Grundlagen der Fermentation bis zu Tipps, Rezepten und einem Überblick über das wilde Leben im Darm.

Fermentation ist die älteste Form der Haltbarmachung. Bevor es Kühlschränke und Tiefkühler gab, war Fermentation der Trick, um Lebensmittel nicht nur haltbar zu machen, sondern auch gesünder.
Beim Fermentieren entstehen Vitamine, Enzyme und probiotische Kulturen, die unserem Bauch guttun.

Fermentieren ist somit ein wenig wie Zauberei in Zeitlupe. Ihr nehmt ganz einfache Zutaten – Kohl, Knoblauch, Rüebli oder Radieschen – und überlässt diese kleinen Helfern: den Mikroorganismen. Die verwandeln euer Gemüse in geschmackliche Abenteuer, voller Umami, Tiefe und Leben.

Ein schönes Beispiel der Fermentationskunst ist Knoblauch in Honig. Hier trifft süss auf herzhaft, und nach ein paar Wochen entsteht daraus eine Art goldene Medizin.
Dieser eingelegte Knoblauch ist perfekt für Dressings und Sandwiches – oder einfach pur gelöffelt, wenn der Hals kratzt. Denn fermentierter Honigknoblauch ist ein altes Hausmittel gegen Erkältungen, Husten und Heiserkeit.

Und noch ein kleiner Küchentrick:
Falls eure Hände nach dem Schälen von Knoblauch zu sehr nach Abenteuer riechen – einfach unter kaltem Wasser an einem Löffel oder einem anderen Stück Edelstahl reiben.

Eingelegter Knoblauch in Honig

Knoblauch in Honig

Zutaten

  • 3 Knoblauchknollen
  • 300 g Honig

Anleitungen

  • Das Fermentationsglas mit kochendem Wasser ausspülen und abkühlen lassen.
  • Die Knoblauchzehen schälen und die harten Strunke entfernen. Die Knoblauchzehen in das abgekühlte Glas eng nebeneinander sortieren. Dabei das Glas nur 2/3 füllen. Dann mit Honig aufüllen und mit einem Gewicht beschweren. Alle Knoblauchzehen sollten unter der Honigoberfläche sein. Das Glas verschliessen und mit aktuellem Datum beschriften.
  • Bei Zimmertemperatur mindestens 2 Monate fermentieren lassen. Nach einigen Tagen ist schon eine Aktivität im Glas feststellbar. Der Honig verflüssigt sich und kann anfangen zu schäumen. Wenn einzelne Knoblauchzehen aus dem Honig lugen, einfach einmal täglich das Glas schwenken, damit wieder alles mit Honig benetzt ist. Nach 2 Monaten kann der Knoblauch probiert werden. Dieses Ferment kann auch gerne noch weitere 5-8 Monate for sich hin fermentieren.

Notizen

Die Knoblauchzehen werden mit der Zeit immer süsser und milder und geben Gerichten mit mildem Käse eine besondere Note. Der Honig kann für ein Salatdressing oder zur Verfeinerung von pikanten Sandwiches verwendet werden. Auch ist dies ein wohltuendes Hausmittel bei Halsschmerzen und Husten. 

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