Ist ein Frühling ohne Rhabarberwähe wirklich ein Frühling? Nein, oder?
Sobald die ersten Rhabarberstangen in den Läden liegen, weiss ich: Der Frühling ist endgültig angekommen.
Es gibt Zutaten, die man das ganze Jahr über bekommt. Und die, die nur für kurze Zeit auftauchen und deshalb jedes Mal ein kleines Ereignis sind. So wie Rhabarber.
Seine Saison ist kurz. Vielleicht schmeckt er gerade deshalb so besonders.
Eine Rhabarberwähe weckt doch sofort Kindheitserinnerungen. Nachmittage bei den Grosseltern. Der Duft aus der Küche. Ein Stück Wähe auf dem Tisch, noch leicht warm, während draussen irgendwo der Rasen gemäht wird und es nach Rasen riecht.
Ich mag die Mischung aus süss und säuerlich, die Rhabarber mitbringt. Genau diese Frische macht ihn so besonders und sorgt dafür, dass selbst einfache Kuchen und Wähen nie schwer wirken.
Und überhaupt: Die Schweiz und ihre Wähen. Kaum ein Gebäck schafft es, gleichzeitig so unkompliziert und so tröstlich UND SO EINFACH zu sein.
Falls ihr euch ebenfalls jedes Jahr auf die Rhabarbersaison freut, seid ihr hier genau richtig.
Warum Rhabarber so beliebt ist
Rhabarber hat von April bis Juni Saison und gehört zu den beliebtesten Frühlingszutaten überhaupt. Sein fruchtig-säuerliches Aroma passt perfekt zu Kuchen, Wähen, Desserts, Kompott oder Konfitüre. Besonders in Kombination mit Vanille, Erdbeeren oder Mandeln entfaltet er seinen typischen Geschmack und macht glücklich.
Weitere Rhabarberrezepte
Wenn ihr Rhabarber genauso gerne mögt wie ich, dann schaut mal hier unten. Rhabarber kann ja mehr als nur Wähe.
- Supersaftiger Rhabarberkuchen
- schnelle Rhabarber Schnitten
- Rhabarberkompott
- Rhabarber-Muffins
- Rhabarber Cheesecake
- Belugalinsen Salat mit Rhabarber und Burrata an Honig-Chili Dressing
Weitere Frühlingsrezepte
Rhabarberwähe Rezept
Zutaten
Teigboden
- 175 g Mehl
- 50 g Zucker
- 1 Ei
- 80 g Butter
Belag
- 500 g Rhabarber geschält und gewürfelt
- gemahlene Haselnüsse
Guss
- 2 Eier
- 200 ml Rahm
- 2 EL Zucker
- 1 Pack Vanillezucker
Anleitungen
- Die Zutaten für den Teigboden zu einem Mürbteig zusammen kneten. Diesen in eine Klarsichtfolie wickeln und für mind. 2 Stunden, oder besser über Nacht, im Kühlschrank lagern.
- Rundes Kuchenblech einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig mit einem Wallholz zu einer runden Teigplatte auswallen, dabei genügend Teig auf der Seite lassen, damit ein etwa 2 cm hoher Teigrand geformt werden kann. In das Backblech legen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Mit gemahlenen Haselnüssen bestreuen.
- Den Rhabarber schälen, in kleine Stücke von etwa 1 – 1,5 cm Länge schneiden und auf dem Teigboden verteilen. Die Wähe in den auf 200 ° vorgeheizten Backofen auf der untersten Rille für 25 Min. backen. Kurz aus dem Ofen nehmen und den Guss darauf verteilen.Für den Guss den Rahm, die Eier und den Zucker/Vanillezucker gut vermischen.
- Die Wähe bei 200 ° in der unteren Ofenhälfte nochmals 15 – 20 Min. fertig backen.












9 Kommentare
Mhhh diese Wähe sieht extrem fein aus, so richtig saftig!
Ich habe auf dem Blog ein Rezept für Rhabarber-Streuselkuchen gepostet. Rhabarberkuchen sind einfach immer fein.
Ich habe diese Wähe heute gemacht bzw. die ist noch im Backofen. Ich bin schon jetzt gespannt, wie die schmeckt. Morgen werden wir sie testen. Rückmeldung folgt ….
Super lecker!!!
Supercool! Freut mich zu hören! Ich fand sie auch sehr lecker 🙂 :-). Herzlich, Nadja.
Eigentlich gehören da Mandeln rein, und keine Haselnüsse. 2. Lektion Backkurs.
Hahaha.. Nein, echt? Sagt wer? 🙂 🙂 Stell dir vor, ich mags mit Haselnüssen ganz gern. Man darf bei Rezepten nämlich auch mal experimentieren. Aber klar, Mandeln sind die klassische Variante und natürlich auch gut. Go for it. Herzlich, Nadja.
Der Trick ist tatsächlich die Wähe vorerst ohne Guss 25 Minuten im Ofen zu lassen. Ergibt einen super-knusprigen Boden. Einfach fein!
Hm. Ja. Probiere ich aus. Danke, Alfredo. Herzlich, Nadja.