Ein winterlicher Federkohlsalat mit süssen Früchten, gerösteten Marroni, Walnüssen und cremigem Ziegenkäsedressing. Vegetarisch, sättigend und unkompliziert. So wie wirs mögen.
Es gibt tatsächlich Gemüse, das man massieren muss. Wer auch immer als Erstes auf die Idee gekommen ist, Salatblätter mit den Händen durchzukneten, vermutlich jemand mit sehr viel Geduld, hat das prima gemacht, denn es funktioniert. Federkohl ist roh eine etwas robuste Angelegenheit. Mit etwas Dressing und einer kurzen Massage werden die Blätter weicher und angenehmer zu essen und das Dressing verteilt sich perfekt im Salat.
Und weil wir uns schon diese Mühe machen, bekommt der Federkohl hier auch gleich eine anständige Begleitung. Birnen, Kaki, Marroni, Walnüsse und ein cremiges Dressing aus Ziegenfrischkäse. Dazu rote Zwiebeln, die zusammen mit den Nüssen und Marroni in der Pfanne geröstet werden.
Ein Salat, der auch als Mittagessen durchgeht. Und der auf einer grossen Platte auch bei einem winterlichen Essen mit Gästen gut aussieht.
Warum sollte man Federkohl massieren?
Federkohl, auch Grünkohl oder Kale genannt, hat relativ feste Blätter mit einer kräftigen Struktur. Roh kann er deshalb etwas zäh sein. Wenn man die Blätter mit den Händen und etwas Dressing einmassiert, werden sie geschmeidiger und lassen sich angenehmer kauen.
Dafür reichen meistens ein bis zwei Minuten (hat ja auch was meditatives). Die Blätter verlieren etwas an Volumen und werden dunkler und weicher. Es lohnt sich und ist schön.
Ist Federkohl gesund?
Federkohl gehört zu den nährstoffreichen Blattgemüsen. Er enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin und Ballaststoffe.
As we know: Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Vitamin K trägt zur normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Beta-Carotin kann der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandeln.
Und weil Federkohl gerade in der kühleren Jahreszeit Saison hat (am besten ist er immer ab dem ersten Frost), ist er eine prima Möglichkeit, im Herbst und Winter mehr grünes Gemüse auf den Teller zu bringen.
Ein Wintersalat mit Birnen, Kaki und Marroni
Ich liebe an diesem Salat, dass die Zutaten nicht alle dasselbe wollen. Die Birnen bringen Frische, die Kaki eine weiche, fruchtige Süsse. Die Marroni sind angenehm mehlig und nussig, während die gerösteten Walnüsse für Biss sorgen.
Das Ziegenkäsedressing verbindet die Zutaten mit seiner cremigen Konsistenz und der leicht säuerlichen Note.
Bei den Marroni verwende ich bereits gekochte aus dem Beutel. Das spart Zeit. Zusammen mit roten Zwiebeln, Walnüssen und etwas Butter kommen sie kurz in die Pfanne. Wer mag, kann sie auch noch mit wenig Karamellsauce glasieren. Das passt besonders gut zur leicht herben Note des Federkohls.
Cremiges Ziegenkäsedressing selber machen
Das Dressing besteht aus Ziegenfrischkäse, Olivenöl, Zitronensaft, Senf und etwas Honig. Es ist cremiger als eine klassische Vinaigrette und haftet deshalb besonders gut an den Federkohlblättern.
Falls es zu dickflüssig wird, einfach etwas Wasser dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wer keinen Ziegenfrischkäse mag, kann alternativ Frischkäse oder eine Mischung aus Ricotta und etwas Zitronensaft verwenden.
Kann man Federkohlsalat vorbereiten?
Ja, und das ist tatsächlich einer seiner Vorteile. Anders als viele zarte Blattsalate fällt Federkohl nicht sofort zusammen, sobald er mit Dressing in Berührung kommt. Die Blätter können deshalb bereits einige Stunden vor dem Essen gerüstet und mit dem Dressing vermischt werden. Zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren (deshalb auch super um mittags mitzunehmen).
Die Birnen am besten erst kurz vor dem Servieren schneiden, damit sie nicht matschig werden. Auch die Marroni und Walnüsse würde ich erst zum Schluss darübergeben.
So bleibt der Salat frisch und bekommt gleichzeitig genügend Zeit, um etwas weicher zu werden.
Was passt zu Federkohlsalat?
Durch die Marroni, Walnüsse, Früchte und das Ziegenkäsedressing ist dieser winterliche Federkohlsalat bereits recht sättigend.
Als leichtes Hauptgericht passt dazu frisches Brot. Auf einem winterlichen Buffet oder als Vorspeise für Gäste funktioniert er ebenfalls wunderbar.
Und falls etwas übrig bleibt, kann man den Salat am nächsten Tag gut zum Mittagessen mitnehmen. Die Früchte und Nüsse am besten separat aufbewahren.
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Fragen, die ihr vielleicht zum Federkohlsalat stellt
Kann man Federkohl roh essen?
Ja. Federkohl kann roh als Salat gegessen werden. Die festen Stängel werden dafür entfernt und die Blätter klein geschnitten oder gezupft. Ich finde ihn eigentlich fast besser roh, als gekocht. Er schmeckt dann weniger kohlig.
Wie wird roher Federkohl weich?
Indem man die Blätter mit etwas Dressing ein bis zwei Minuten von Hand massiert. Dadurch werden sie geschmeidiger. Und das Dressing hält richtig gut in den verwinkelten Blättern.
Was ist der Unterschied zwischen Federkohl und Grünkohl?
Federkohl ist die in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für Grünkohl. Im Englischen wird er häufig Kale genannt. Es isch also s’gliichä.
Welche Früchte passen zu Federkohl?
Birnen, Äpfel, Kaki, Orangen und Granatapfelkerne passen gut zu seinem kräftigen Geschmack.
Kann man den Federkohlsalat am Vortag machen?
Die Federkohlblätter und das Dressing lassen sich gut vorbereiten. Früchte, Marroni und Nüsse am besten aber erst kurz vor dem Servieren dazugeben.
Kann ich das Ziegenkäsedressing ersetzen?
Ja. Auch ein Dressing mit Frischkäse oder eine klassische Senf-Honig-Vinaigrette passen gut zu diesem Wintersalat.










