Iced Hojicha Latte
Ein japanischer Grüntee, der aber braun ist und sich in vielerlei Hinsicht in Zurückhaltung übt.
Matcha kennen wir ja alle. Knallig grün, voller Energie. Puff. Bämm. Und der Iced Matcha mit Erdbeer- oder Himbeerpüree hat sich diesen Sommer einen festen Platz in meinem Kafi-Alternativ-Herz erobert.
Nun gibts da eine stille Schwester: Hojicha. Man spricht sie nicht Hooiiitscha aus (wie ich anfangs), sondern Hotschitscha. So tat es zumindest selbstbewusst der Mann im Teeladen, wo ich das Pulver gekauft habe. Und Hotschitscha klingt süss. Wie ein kleines Mangafigürli mit Zöpfen. Das gerade ganz herzig niest.
Nun ist Hoijcha also ein japanischer Grüntee, so wie der grosse grüne Bruder, setzt dabei aber nicht auf Power, sondern auf Ruhe. Weniger Koffein. Weniger Grasgeschmack.
Die Blätter werden über Holzkohle geröstet. Dadurch verliert der Tee den grasigen Goût, gewinnt aber an Tiefe: malzig, nussig, leicht karamellig. Ein bisschen wie Kastanien im Herbst oder der Duft von frisch getoastetem Brot.
Und: kaum Koffein. Deshalb trinken ihn anscheinend in Japan auch Kinder und auch grosse Menschen am Abend.
Besonders schön wird er als Hojicha Latte: mit geschmeidiger Hafermilch, die auf diesen warmen, gerösteten Tee trifft. Optisch völlig unspektakulär, ja – erdiges Braun statt knalligem Grün – aber genau das macht ihn auch charmant. Understatement pur. Es bitzeli wie ich.
Im Winter ist er eine sanfte, unaufgeregte Umarmung in Tassenform. Im Sommer eine wunderbare Erfrischung auf Eis.
Hojicha Latte
Zutaten
- 1 TL Hojicha Pulver (aus dem Teeladen)
- 1,2 dl heisses Wasser
- 1,5 dl Hafermilch, gekühlt
- Eiswürfel
- optional: Ahornsirup oder Honig zum Süssen
Anleitungen
- Hojicha mit heißem Wasser aufgießen und mit Teebesen schaumig schlagen.
- Das Glas mit Eiswürfel füllen, Tee eingiessen und mit kalter Hafermilch (oder der Milch deines Vertrauens) aufgiessen. Wer es süss mag, rührt noch Ahornsirup der Honig rein.





















