Rhabarber-Muffin

Wir befinden uns in der Rhabarber-Hochsaison. Rhabarbern wir hier also noch ein wenig rum und backen Rhabarber-Muffins.

Als ich diese Muffins vor ein paar Tagen zum allerersten Mal gebacken habe, unterlief mir ein Fehler. Ich backe oft mit Rapsöl, statt mit Butter, dies auch weil ich Rapsöl immer da habe und Butter nicht immer. So kann ich auch mal eine spontane Backsession einlegen.

Da stand ich also in der Küche. In Gedanken. Die Hände und Arme bewegten sich fast automatisch. Zum Mehl, zum Zucker, ein Priselchen Salz.. wie das da halt so läuft beim Backen. Und dann griff ich – noch immer in Gedanken – zur falschen Ölflasche. Das Gute an Rapsöl ist ja, dass er – zumindest der hitzebeständige – kaum Eigengeschmack hat, also sehr neutral ist. Ich griff jedoch zum (ebenfalls hitzebeständigen) Olivenöl, das wie ich finde SEHR VIEL EIGENGESCHMACK HAT. Ich bemerkte es erst, als ich das Olivenöl bereits in die Mehlmischung goss. Kurz überlegte ich, ob ich nun alles wegwerfen und nochmal von vorn beginnen soll. Aber das war mir dann irgendwie zu blöd. Ich dachte mir, es hat mich ja niemand gesehen und vielleicht merkt es niemand, obschon mir der Olivengeruch bereits in die Nase stieg. Ich ignorierte ihn.

Sobald die Muffins etwas abgekühlt waren, stapelte ich sie auf eine Platte und rief , wie ich das immer tu, ein fröhliches „s’hät Muuuufffinnnnsss i de Chuchi“ in die Räume und entfernte mich. Schnell.

12 Stück waren es. Als ich kurze Zeit später einen Blick in die Küche warf, fehlten deren vier, worauf sich meine Tochter mit einem Teller an mir vorbeischlängelte, nochmal einen Muffin schnappte und beim Vorbeigehen meinte „Das sind die besten Muffins die du je gemacht hast“.

Ich war etwas irritiert.

Einerseits spricht das nicht unbedingt für meine Backkünste, DENN WIE SCHMECKTEN DENN DIE ANDEREN SACHEN??!? Und anderseits.. Olivenöl!! Im Muffin.

Ich probierte das Gebäck. Und mmhja, das Olivenöl schmeckte man tatsächlich nur leicht heraus. Für meinen Geschmack dennoch leicht störend, aber dann doch nicht so sehr, dass man es sich nicht hätte schön reden können. DAS IST MAL WAS ANDERES.

Der Rhabarber war etwas säuerlich und ich hatte zu wenig Zucker verwendet. Und wohl auch eine etwas zu grosse Prise Salz, denn im Abgang schien mir der Muffin leicht salzig. Aber da die Tochter für gewöhnlich nicht so der Kuchentyp ist, war das vielleicht gerade DAS was ihr so schmeckte.

Oder sonst müsste ich mit ihr mal zum Arzt.

Die Rezeptierung habe ich euch zuliebe im Original belassen. So wie es gedacht war. Mit Rapsöl. Und die Zuckermenge habe ich auch angepasst. Ihr seid aber frei. Weniger Zucker, mehr Salz, Olivenöl. Feel free. Whatever suits you best. Und das ist ja das Schöne am Backen: Man kann auch einfach mal ganz anders und das muss dann nicht zwingend ein Griff in den Ofen sein.

Die gleichen drei Hauptzutaten (und ich meine damit NICHT das Olivenöl) dieser Muffins, finden sich auch in diesen hier verlinkten Icepops. Und vielleicht mögt ihr auch mal den Rhabarberkuchen, die Rhabarberwähe oder die Rhabarberschnittchen ausprobieren.

Happy Rhabarbara!

Saftige Rhabarber-Muffins mit Banane und Schokolade

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Rhabarber-Muffin Rezept
Menüart Gebäck
Küchenstil schnell und einfach
Portionen
Zutaten
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Anleitungen
  1. Mehl, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Schokolade grob hacken, 1/3 davon beiseite stellen. 2/3 der Schokolade und den Rhabarber unter die Mehlmischung mischen.
  2. Bananen zerdrücken und zusammen mit dem Vanilleextrakt, Rapsöl und dem Ei hinzufügen und den Teig gut vermischen.
  3. Teig in Muffinförmchen füllen, die restliche Schokolade darüber rieseln und bei 200° rund 15-20 Minuten backen.
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14 Kommentare

  • Jolanda Waldis 9. Mai 2020   Reply

    Wo sind die Eier bei den Zutaten im Rezept? Wieviele Eier braucht es?

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      Hallo Jolanda. Es ist 1 Ei. Und das ist jetzt drin. Danke für den Hinweis. Herzlich, Nadja.

  • Moana Werschler 9. Mai 2020   Reply

    Haha eine gute Geschichte, die könnte von mir sein 😉

    Liebe Grüsse Moana

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      🙂 🙂 🙂 Da bin ich froh dass ich damit nicht alleine bin 🙂

  • Reguls 9. Mai 2020   Reply

    Eine kleine Frage: hats nun ein Ei in den Rhabarbermuffins oder nicht?

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      Ja, es hat 1 Ei drin. Ich habs ergänzt. Danke und lieber Gruss, Nadja.

  • Corinna 9. Mai 2020   Reply

    Kommt in den Rhabarber-Muffin nun Ei rein oder nicht? 🙂 Im Text ja, in der Zutatenliste nicht. Danke im Voraus für die Info. Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      Liebe Corinna. Ja, es hat 1 Ei drin. Ist nun in der Zutatenliste ergänzt. Merci für den Hinweis. Herzlich, Nadja.

  • Sabine 9. Mai 2020   Reply

    Hi Nadja, wann kommt die Schoggi rein?
    LG Sabine

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      Hi Sabine. Ist geupdated. In den Teig mischen. Aber ich würde ein bisschen was zurückbehalten und dann am Schluss darüber rieseln. Herzlich, Nadja.

  • Denise 9. Mai 2020   Reply

    Hallo Nadja
    Wir sind mitten im Backen… Was mach ich mit der Schokolade?
    Liebe Grüsse und danke Denise

    • Nadja Zimmermann 9. Mai 2020   Reply

      Hoi Denise. Habs grad angepasst. Hab zu fest pressiert, wollte das Rezept unbedingt diese Woche noch bringen. Das hab ich jetzt davon. Jetzt müsste alles stimmen. 🙂 Herzlich, Nadja.

  • Sandra 11. Mai 2020   Reply

    Heute gebacken, ohne „Fehler“ im Rezept ;-), und sie sind WUNDERBAR! Vielen Dank für dieses superfeine Rezept.

    • Nadja Zimmermann 11. Mai 2020   Reply

      🙂 🙂 🙂 Wie schön zu hören!!! 🙂 Sehr gerne und danke für die Rückmeldung. Herzlich, Nadja.