Rustikale Krautstiel-Tarte mit Ziegenfrischkäse

Die Krautstiel-Tarte lässt sich vorbereiten. Sie ist somit praktisch. Der Guss ist überraschend frisch. Sie schmeckt somit auch noch hervorragend. Und rustikal ist sie auch noch.

Rustikal klingt so toll. Nach Berghütte und viel Holz und Kamin und Geissbock und nach Wald und Wiesen und Frischluft und Hausmannskost. Rustikal ist die Tarte, weil sie nicht in einer Wähenform gebacken wird. Das macht sie unkompliziert und schlicht. Dadurch sieht sie auch nicht so akkurat gleichmässig aus. Sie ist weniger elegante Hochsteckfrisur, mehr Messy-Bun.

Wird diese Tarte im Wähenblech gebacken, müsste man den Teigboden erst noch vorab blindbacken, damit er nicht zu matschig wird. Wird sie aber direkt auf dem Blech gebacken, dringt die Hitze schneller zum Teig, da sie nicht durch 2 Bleche muss. So sind alle glücklich: Mensch, Tarte und Blech, das Pause hatte.

Der erdige Kraustiel und die grob geschnittenen Zwiebeln geben der Tarte gleich noch einen Hauch Rustikalität mehr. Und die mitverwendeten weissen Stiele des Kraustiels, machen die Tarte schön saftig. Die Zitrone wiederum zaubert etwas Frische hinein. In Kombination mit den Tomaten, den Pinien und dem Ziegenfrischkäse schmeckt diese Tarte himmlisch.

Der Krautstiel (oder Mangold) ist ein typisches Sommergemüse und hat von Juni bis Ende August Hauptsaison. Wer das ganze Jahr über Krautstiel essen möchte, kann diesen jetzt hamstern, in Stücke schneiden, 1 Minute blanchieren und einfrieren.

Kraustiel-Tarte mit Ziegenfrischkäse

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Rustikale Krautstiel Tarte mit Ziegenfrischkäse Rezept
Menüart Hauptgericht
Küchenstil vegetarisch
Portionen
Zutaten
  • 1 Fertig-Kuchenteig
  • 350 g Krautstiel
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln rot oder weiss
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Ei
  • 1,5 dl Vollrahm
  • 1/2 Bio-Zitrone Schale und Saft
  • Salz, Pfeffer, wenig Muskatnuss für Guss, zum Abschmecken
  • wenig Erhitzbares Rapsöl zum Anbraten
  • Cherrytomaten und Pinienkerne optional
Menüart Hauptgericht
Küchenstil vegetarisch
Portionen
Zutaten
  • 1 Fertig-Kuchenteig
  • 350 g Krautstiel
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln rot oder weiss
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Ei
  • 1,5 dl Vollrahm
  • 1/2 Bio-Zitrone Schale und Saft
  • Salz, Pfeffer, wenig Muskatnuss für Guss, zum Abschmecken
  • wenig Erhitzbares Rapsöl zum Anbraten
  • Cherrytomaten und Pinienkerne optional
Anleitungen
  1. Krautstiel waschen, Strunk entfernen, die Stiele in Würfel und die Blätter in Streifen schneiden. Zwiebeln in grössere Spalten schneiden (achteln). Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Zwiebeln und Krautstiel ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Danach Krautstielmischung in ein Sieb geben und die Garflüssigkeit abtropfen lassen.
  2. Den Kuchenteig zusammen mit dem in der Packung liegenden Backpapier und einem zweiten Backpapier direkt auf ein Backblech legen (es braucht kein Wähenblech). Den Teig mit der Gabel mehrmals einstechen und den Rand ca. 4 cm zu Mitte hin einschlagen.
  3. Für den Zitronenguss das Ei mit Vollrahm und Zitronensaft verquirlen und dann die geriebene Zitronenschale und Salz unterrühren.
  4. Die abgetropfte Krautstielmischung auf den Teig geben, dabei den umgeschlagenen Rand aussparen. Danach den Zitronenguss darüber giessen und den Ziegenfrischkäse in kleine Häufchen darauf verteilen. Optional kann die Tarte noch mit halbierten Cherrytomaten und Pinienkerne belegt werden. Die Tarte im Backofen auf mittlerer Schiene bei 180 °C Umluft 35–40 Minuten goldbraun backen.
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