Kinder im Auto beschäftigen

Vorallem auf langen Autofahrten. Was tun, was nicht? Und da bald Sommerferien sind, hier ein paar Anregungen, damit es nicht allzuoft heisst WÄNN SIND MIR DEEEET?

 

Es gibt eigentlich nur zwei heilige Punkte, die man für eine längere und mehr oder weniger harmonische Autofahrt zu beachten braucht.

VERPFLEGUNG & BESCHÄFTIGUNG

 

 

Und diesen beiden Punkten will ich mich hier und heute widmen. Wir starten mit dem etwas einfacheren, schnell abgehakten Punkt.

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Kinder im Auto beschäftigen, Autofahrt mit Kindern

 

DIE VERPFLEGUNG

Man kann natürlich an jeder Raststätte kurz raus, so hat man sicherlich auch genügend Pausen. Aber erstens vermag diese Vorgehensart die Fahrt möglicherweise unnötig verlängern und zweitens geht das auch ins Geld. Wir machen daher etwa alle 2-3 Stunden Pause, wechseln uns anschliessend beim Fahren ab und dazwischen gibts etwas vom Autobuffet.

 

 

Autosnacks oder Picknick

 

 

Hierfür packe ich eine kleine Kiste oder eine Tasche (allenfalls auch eine Kühltasche), die wir auch für kleine Picknicks zwischendurch nutzen können.

 

Gute Snacks für Unterwegs:

  • Brösmeliarme (!) Sandwiches aus weichem Brot, mit Belag nach Wahl (Frischkäse, Aufschnitt, Käse..)
  • Müsliriegel
  • Wasser, Eistee, gekühlte Fruchtsäfte
  • Knabbergemüse: Gurken, Tomaten, Peperoni, Kohlräbli, Karotten..
  • Popcorn
  • Fruchtsalat im Becher (kühl halten)
  • Trockenfrüchte und Nüsse
  • Guetzli (zB unsere herzallerliebsten Ovo Crunchy Biscuit)

 

Auch immer gut sind zahnfreundliche Kaugummis. Und eher verzichten würde ich ganz grundsätzlich auf hitzeempfindliche und verderbliche Produkte wie Mayo oder Fisch. Sowie auch auf Esswaren mit viel Sauce oder unhandliche Lebensmittel.

 

 

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Wenn unterwegs oder im Auto gegessen wird, lege ich euch ausserdem auch folgende nützliche Utensilien ans Herz:

 

  • kleine Abfallsäckli
  • Servietten
  • Feuchttücher
  • WC-Papier

 

 

 

DIE BESCHÄFTIGUNG

 

Eins vorneweg: Wenn ihr noch kleine Kinder habt und Beschäftigungsprogramme bis jetzt noch kein Thema waren, da sie ohnehin immer schliefen, dann gebe ich euch diesen gutgemeinten Rat: FANGT NIE! Ich wiederhole: NIE! mit HÖRSPIELEN AN!

Ich glaube ich würde mich augenblicklich theatralisch aus dem Auto werfen, wenn ich mir in Endlosschlaufe Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen oder Conni auf dem Bauernhof bis nach Südspanien antun müsste. Bei aller Liebe: NEIN! Und nochmal: NEIN!

 

Fängt man EINMAL damit an, ist es JEDESMAL Thema. Immer und immer wieder. Bittibätti und nomal und nomal und nomal.

 

Ganz einfach. NEIN.

 

 

Hörspiele

Aber natürlich sollen die Kinder ein Geschichtlein hören dürfen, dies muss jedoch nicht zwingend im Plenum geschehen. Was früher der Walkman, ist heute das Smartphone. Mit Kopfhörer. Es gibt ja mittlerweile auch einige, kinderfreundliche Modelle, wo die Lautstärke beschränkt ist.

 

 

Kinder im Auto beschäftigen

 

 

Der Vorteil an den Smartphones ist, dass man sich jede Menge Hörspiele downloaden kann. Und noch einfacher geht es meinem Lieblingsmusik-Anbieter Spotify, hier gibt es massenhaft Hörspiele für alle Altersgruppen, von Bibi bis zu allen Frage- und Ausrufezeichen. Und ausserdem findet man dort auch Hörspiele zu fast jedem Kinderfilm. Von Mary Poppins über Vaiana, bis zu Frozen oder Jake und die Nimmerland Piraten.

Grössere Kinder stellen sich hier auch gerne ihre Ferien-Playlists zusammen, die man – ist der Musikgeschmack akzeptabel – auch mal alle zusammen anhören kann.

 

So oder so empfehle ich bei diesen akustischen Unterhaltungsmitteln eine mobile Handyladestation mit im Gepäck zu haben. Für alle Fälle.

 

 

Musik

Man kann natürlich auch gemeinsam Lieder singen, Ich sehe was was du nicht siehst spielen oder alle roten Autos zählen. Aber dauert die Fahrt 12 Stunden, so ist sicherlich so mancher Elternteil nicht abgeneigt von der Vorstellung, auch mal ganz in Ruhe die vorbeiziehende Landschaft zu geniessen oder einfach Auto zu fahren. Mit Musik. Eigener Musik. Nicht Kleinkindermusik. Auch hier empfehle ich aus tiefstem Herzen:

 

Fangt.

Nicht.

Damit.

An.

 

Ich kenne bereits vom Gedudel aus den Kinderzimmern den ganzen Bibi & Tina-Soundtrack und viel zu viele Schwiizergoofe-Songs auswendig. UND SOWAS WILL ICH NICHT IN MEINEM KOPF HABEN!

 

Früher, als ich noch klein war, und Smartphones noch nicht mal ansatzweise und auch nicht als utopische Idee geboren waren, nahmen wir für die langen Autofahrten Kassetten auf. Mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und ich. Diejenigen meines Vaters und meiner Mutter waren stets die gleichen. Ich kann da heute noch mitsingen. Ich kenne daher auch einige Schlagertexte, die sich so sehr in mein Hirn rein gebohrt haben, dass ich jedes Mal spüre, wie meine Augäpfel hervorquellen, wenn ich heute einen davon höre und augenblicklich erstarre und mich auf den Boden setze und zusammengekauert hin und her schaukle.

Das waren die Kassetten meiner Mutter. Mein Vater hingegen hörte Musik mit richtigen Instrumenten und richtigen Menschen. Das war ok. Dire Straits, Creedence Clearwater Revival.. so Sachen. Das ging. Die Musik meines Bruders war ebenfalls relativ schmerzfrei. Aber so richtig freute ich mich immer auf meine eigenen 60 Minuten. Und die kam etwa alle drei Stunden dran.

Dazwischen zählten wir bestimmte Automarken. Im Stillen. Oder Christbäume. Oder Verkehrsschilder. Ich musste meine Anzahl immer zuerst sagen und mein grösserer Bruder nannte dann seine Anzahl im Anschluss, und er gewann dann immer. Ich habe mich viel zu lange gefragt, warum er immer mehr hatte als ich.

 

Kreativ sein

Ein absolutes Must im Auto ist Papier und Stift. Wir haben vor einiger Zeit portable Kombi-Sets zum Malen und Basteln getestet und die Kinder haben sie heute noch. Da ist alles drin: Papier, Stifte, Spitzer, aber auch Magnete, Schere, kleine Spielsachen etc.

 

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Ansonsten gibt es auch tolle, stabile Unterlagen (sogenannten Zeichenbretter) für die einzelnen Blätter, ein fast voller Block tut es aber auch, sowie Malbücher und ein Etui mit Stiften.

Auch toll sind Kratzbilder (gibt einfach bisschen Sauerei) oder Stickerbücher, da sind die Kinder eine Weile beschäftigt. Auch gut sind Reise- und Kartenspiele. Oder Konzentrationsspiele wie Ich packe in meinen Rucksack.

 

Und wenn alle Spiele gespielt, alle Lieder gesungen, jedes Auto gezählt, jedes Sticker- und Malbuch voll und jeder Snack aufgegessen ist, gibt es immernoch Plan B, der manchmal auch schon ein bisschen vorher zum Einsatz kommt.

 

Tablet im Auto

Dieser Beitrag wurde von Ovomaltine unterstützt. Als #ovofriends sind wir als Familie regelmässig unterwegs, suchen uns nette Freizeitaktivitäten, über die ich dann berichte. Das kann ein Wanderausflug, ein Picknick, Minigolfen oder auch mal ein Einbruch in ein Kunstmuseum sein. Je nachdem, wie wir gerade drauf sind. Manchmal backe ich auch was Feines. Ist ja auch eine Art Freizeitaktivität.

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2 Kommentare

  • Nadja W. 2. Juli 2018   Reply

    hach Nadja Du hast mir meinen miesen Tag grad total versüßt! Wie musste ich jetzt lachen ab Deinem Beitrag!!!! Herrlich einfach Herrlich!!!! Wir hatten bisher nur 3h Fahrten oder max. 4h aber diesen Sommer fahren wir mit dem Auto nach Italien. Die reine Fahrtzeit ist ca. 6 1/2h…. Ok unser Sohn ist schon 10 und von daher hat er sich schon sein MP3 Player mit Musik und Drei ??? gefüllt. Das Tablet mit Filmen/Games kommt dieses Jahr evt. das erste Mal in Aktion.. Bin ja mal gespannt!
    Als ich meinem Mann vorgelesen habe wegen den Brösmeliarmen Brot meinte er nur das beim Sohnemann jedes Brot brösmelet das liegt aber nicht am Brot sondern an Sohnemann!
    Danke nochmals für den wunderbaren Text!

    • Nadja Zimmermann 3. Juli 2018   Reply

      🙂 Das freut mich zu hören. Und ja, das mit den Brösmeli.. DAS VERSTEHE ICH NUR ZU GUT :-). Bei uns brösmelet auch alles :-). Ich wünsche euch eine kurzweilige, angenehme Fahrt mit ganz viel Ruhe und dass ihr entspannt ankommt :-). Ganz herzlich, Nadja.